Pellworm: Nordfriesische Gemütlichkeit erleben

Die nordfriesische Insel Pellworm ist die drittgrößte der Inselgruppe und liegt eingebettet im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Im Nordseeheilbad fällt das Entspannen denkbar leicht, nur die Deiche erinnern noch an die stürmische Vergangenheit des Eilands. So war Pellworm bis zum 17. Jahrhundert Bestandteil der größeren Insel „Strand“, bis eine gewaltige Sturmflut das Land hinfort riss. Die Insel Pellworm hat sogar ihr eigenes Atlantis. Wo sich heute die Hallig Südhall befindet, lebten einst viele Menschen in der Hafenstadt Rungholt, bis diese von einer Sturmflut völlig zerstört wurde. Noch heute gibt es auf der Insel zahlreiche Erinnerungsstücke an die „grote mandrenke“ – die Rungholtflut -, im Rungholtmuseum etwa können Besucher viele Fundstücke der versunkenen Stadt ansehen.

 

Ein Ort der Stille

Heute ist außer einer frischen Meeresbrise nichts mehr von der turbulenten Inselhistorie zu spüren. Ganz im Gegenteil, weite Marschlandschaften, grüne Strände, der Nationalpark Wattenmeer und bunte Blütenmeere im Frühling machen Pellworm zu einer klassischen Inselschönheit. Wenn der Strandflieder in zarten Lilatönen blüht, die Schafe und Lämmer zufrieden blöken und die Seehunde draußen im Watt vollgefressen in der Sonne liegen, stellt sich auch beim Urlauber ein Wohlgefühl ein. Experten bescheinigen der Insel Pellworm überdurchschnittlich viel Sonnenschein, sodass sich auch in den kühleren Herbstmonaten eine Reise hierher lohnt. Als Geheimtipp für beschauliche Stunden gilt die Vogelkoje, eine Einrichtung, die früher für die Aufzucht von wilden Gänsen und Enten genutzt wurde, der kleine Wald eignet sich hervorragend für Spaziergänge, oft finden auch Führungen statt. Wenn sich der Urlaubstag langsam dem Ende entgegenneigt, sollten Urlauber den Blick gen Himmel richten. Da es auf Pellworm keine Straßenlampen gibt, leuchtet der Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht. Sogar die Lichter der Eiderstedter und Amrumer Leuchttürme fliegen über den samtschwarzen Himmel.

Wenn sich die Windmühlen langsam drehen

Urlauber sollten unbedingt das Wahrzeichen der Insel Pellworm besuchen, die Turmruine der Alten Kirche St. Salvator. In den Überresten des Ziegelturms nisten regelmäßig Turmfalken, im Sommer finden hier Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Für den richtigen Klang sorgt eine Arp-Schnitger-Orgel, die einzig erhaltene ihrer Art in Schleswig-Holstein. In der Neuen Kirche, dem Momme Nissen Haus, erzählen die Glasfenster noch einmal vom Untergang der Insel Strand. Wer Glück hat, ergattert ein Plätzchen in der Nordermühle, aus den oberen Stockwerken haben Urlauber einen tollen Ausblick auf die Nordsee und die Halligen. Nach einem anstrengenden Tag können Urlauber hier unter uraltem Eichengebälk nächtigen. Am Morgen stärkt ein typisches friesisches Frühstück für einen neuen Urlaubstag. Im Frühsommer warten mit den Pellwormer Rosentagen ganz andere Verlockungen auf Feriengäste. Auf der ganzen Insel öffnen in den Gärten unzählige Rosenarten ihre zarten Blütenblätter. Inmitten duftender Rosen lässt es sich herrlich ausruhen, wer genau hinsieht, erblickt die tanzenden Pellwormer Trachtenfrauen, mit ihren wehenden Schürzen und bunt bestickten Röcken machen sie friesisches Brauchtum wieder lebendig.

Unterwegs mit Pelle

Besonders Familien mit Kindern werden sich auf dem gemütlichen Eiland so richtig wohlfühlen. In den Sommermonaten verwandelt sich die Insel in einen quirligen Hort voller Abenteuer. Im Juli etwa wird das Hafenfest gefeiert, Shantychöre verbreiten maritimes Flair, der Flohmarkt lädt zum Bummeln ein, abends erklingen coole Inselrhythmen. Etwas früher – am 21. Februar – lädt das Biikebrennen, der heimliche Nationalfeiertag der Friesen, Besucher zum Mitmachen ein. Zahlreiche Feuerstellen wärmen die Glieder, anschließend versammeln sich Insulaner und Urlauber zum gemeinsamen Grünkohlessen. Anfang Juni können Urlauber der norddeutschen Tradition des Ringreitens beiwohnen. Wer sich traut, kann selbst ein Pferd besteigen und auf dem Rücken eines Warmblüters das Watt erkunden oder seinen Kindern einen Ponyritt schenken. Eigentlich ist auf der Insel immer etwas los. Von Olympiaden am Deich, Skatturnieren in den Wintermonaten bis hin zu Paaren, die sich hier am Strand das Ja-Wort geben, wer mit offenen Augen durch die Orte schlendert, wird Einiges zu sehen bekommen. Immer mit dabei ist Pelle, das Inselmaskottchen. Das putzige Deichlamm wartet in vielen Souvenirläden darauf, ein neues Zuhause zu bekommen. Ob als kuschliger Begleiter an kühlen Tagen, Taschenlampe oder Fahrradklingel, wieder zu Hause erinnert Pelle an die vielen schönen Stunden auf Pellworm.

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